Zimmerpflanzen, die auch bei dir überleben

Du gehörst zu den Menschen, die von sich behaupten, dass sie keinen grünen Daumen hätten und jedes pflanzliches Wesen in ihrem Zuhause zum Tode verurteilt sei? Ach Quatsch, antworte ich dir! Es gibt Zimmerpflanzen, die überleben bei jedem, auch, wenn man mal vergisst sie zu gießen.

Ich gehöre zwar nicht zu den Leuten, die in Sachen Pflanzen komplett unbegabt sind, aber ich bin viel unterwegs und oft auch ein paar Tage am Stück nicht zu Hause. Bei mir stehen also eher Pflanzen in der Wohnung, die es auch überleben, wenn man es mal nicht schafft (oder vergisst) sie zu gießen. Auch sind meine Pflänzchen sehr genügsam, was den Standort angeht. Meine Wohnung ist größtenteils nach Norden ausgerichtet und gehört damit nicht zu den Appartements, die man mit dem Adjektiv „lichtdurchflutet“ beschreiben könnte.

Alles in allem wirklich nicht die besten Bedingungen für das Gedeihen von Pflanzen  und trotzdem scheinen meine grünen Mitbewohner sich recht wohl zu fühlen. Wie das funktioniert? Das erkläre ich gerne anhand von ein paar Beispielen.

  • Pflanzen brauchen einfach Licht (das war die Sache mit der Photosynthese…Biounterricht und so…).
Sukkulente

Sukkulente

Meine Pflanzen stehen bis auf eine Ausnahme alle auf der Fensterbank, da sie dort bei dem wenigen direkten Sonnenlicht, was den Weg in meine Wohnung findet, immerhin indirekte Strahlen abbekommen. Ein Pflänzchen steht zwar etwas weiter im Raum auf einem Regal, aber auch das in Richtung Fenster, sodass das natürliche Licht abgefangen werden kann. Es sieht zwar immer toll aus, wenn man in Einrichtungszeitschriften oder auf Pinterest Bilder von den dunkelsten Räumen findet, die trotzdem mit den schönsten Topfpflanzen ausgestattet sind, aber auf die Dauer brauchen Pflanzen einfach Licht, um zu wachsen.

  • Gelegentlich muss man Pflanzen auch mal gießen. Bei der richtigen Wahl der Pflanze kann man den Gießaufwand aber auf ein- bis zweimal in der Woche reduzieren.

Die pflegeleichtesten Pflanzen, wenn es um’s Gießen geht, sind beispielsweise Kakteen. Je nach Art sind die schon mit ein bisschen Wasser einmal pro Woche zufrieden. Wer wie ich nicht so auf die stacheligen Gesellen steht, der sollte lieber zu so genannten Sukkulenten greifen.

Kakteen + Sukkulenten

Kaktus + Sukkulenten

Die haben in letzter Zeit einen riesigen Hype in der Dekowelt erlebt, da sie sich mit ihren kurzen Wurzeln und dicken Blättern wunderbar in Vasen, Gläser o. Ä. pflanzen lassen. Da Sukkulenten Südpflanzen sind, brauchen sie keinen besonders fruchtbaren Bodern. Sie können mit wenig Erde geschichtet mit Steinen gepflanzt werden. Manche Sukkulentenarten sind so genügsam, dass sie nicht einmal Erde zum Wachsen brauchen. Eines meiner Exemplare schlägt Wurzeln sogar, wenn nur ein Blatt abfällt und keine Erde in Sicht ist. Wird mir die Pflanze zu groß oder ich möchte sie umpflanzen, nehme ich einfach ein paar Blätter ab und sie wachsen wieder an. Sukkulenten brauchen wegen ihrer dicken wasserspeichernden Blätter auch sehr wenig Wasser und können auch mal ein paar Tage oder sogar bis zu zwei Wochen (je nach Art) ohne zusätzliches Wasser auskommen.

  • Wer etwas mehr Pflanze möchte, der greift zu den Klassikern der Zimmerpflanzen.
Grünlilie

Grünlilie

Da Sukkulenten als Zimmerpflanzen aber meist relativ klein sind, habe ich auch noch Pflanzen in der Wohnung, die etwas größer sind. Und zwar sind das zwei der problemlosesten Zimmerpflanzen, die es überhaupt gibt. Zum einen besitze ich eine rankelnde Dreimasterblume. Das ist auch die einzige Pflanze, die bei mir nicht auf der Fensterbank, sondern auf einem Regal steht, da sie von dort hübsch herunterrankelt. Genauso pflegeleicht ist meine Grünlilie. Was sehr praktisch an beiden Pflanzen ist, ist, dass man sie wunderbar leicht über Stecklinge vermehren kann. Bei meiner Dreimasterblume musste ich das schon des Öfteren machen, da sie einfach zu lang gewachsen war und von ihrem Regalplatz schon fast den Boden berührte. Ich schneide dann einfach Stecklinge ab und stecke sie wieder in die Erde – voila eine neue Pflanze ist gezogen (übrigens auch praktisch zum Verschenken).

Dreimasterblume

Dreimasterblume

  • Für alle Skeptiker: Versucht es doch mal mit einem Bambus!

Glücksbambus

Und wer mir jetzt noch erzählen will, er oder sie hätte kein Glück mit Zimmerpflanzen, der soll sich doch jedenfalls bitte einen Bambus kaufen, denn die Dinger sind wirklich nicht tot zu kriegen. Obwohl das Exemplar namens Glücksbambus, das ich besitze, eigentlich gar kein richtiger Bambus ist, ist er einfach super pflegeleicht. Man muss ihn nämlich nicht einmal gießen, sondern stellt ihn einfach in eine Vase mit Wasser und braucht sich nicht mehr drum zu kümmern.

Ich bin der Meinung Pflanzen schaffen einfach ein angenehmes Wohngefühl und machen jeden Raum gemütlicher. Deshalb fällt es mir auch nicht so schwer, mich um sie zu kümmern. Da ich aber nicht immer zu Hause bin, um meine Gießroutine einzuhalten, setze ich auf pflegeleichte Arten, die es einem nicht gleich überl nehmen, wenn das mit dem Wasser mal nicht so klappt. Es gibt natürlich noch so viele andere Arten von Zimmerpflanzen, das ist nur meine kleine, bescheidene Auswahl. Viel Spaß beim Begrünen der Wohnung! 🙂

Facebookpinterestinstagram

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.