Mein DIY-Campervan: Dämmung & Isolierung mit Armaflex & Alubutyl – Wie viel braucht man?

[Werbung unbeauft. wg. Markennennung] Jeder, der einen Bus oder Transporter zum Campervan umbaut, stolpert irgendwann über die Begriffe Armaflex und Alubutyl. Nachdem ich meinen Transporter von viel Schmutz und Rost befreit hatte, konnte auch ich mir Gedanken über die Dämmung und Isolierung machen. Da mein Bus ja nun innen quasi völlig nackig war, schepperte es ordentlich, wenn man durch die Gegend fuhr. Das kam mir sehr unangenehm vor und so entschied ich mich, neben der Wärmedämmung mit Armaflex, zunächst für die Schalldämmung mit Alubutyl zu arbeiten.

Ich habe anfangs auch viele Beiträge gelesen und recherchiert, um ungefähr abschätzen zu können, wie viel Material ich wohl benötige. Im Endeffekt habe ich jeweils zwei Mal bestellen müssen. Damit ihr eine ungefähre Ahnung habt, was ihr so brauchen könntet, habe ich euch genau aufgeschrieben wofür ich welche Dicke Armaflex und Alubutyl benutzt habe und wie viel ich dafür für meinen VW-Bus brauchte.

Kleine Materialkunde: Armaflex und Alubutyl

Aber bevor wir zu den Maßen kommen, ein kurzer Abriss über die beiden Materialien und wofür sie verwendet werden. Wie schon kurz angerissen, haben Armaflex und Alubutyl eines gemeinsam: Es sind Dämmmaterialien. Sie unterscheiden sich aber in der Verwendung.

Was ist Armaflex?

Armaflex ist ein hochflexibler Elastomerschaum auf Basis synthetischen Kautschuks mit integrierter Dampfsperre und ist deshalb bestens für die Wärmedämmung geeignet. Armaflex ist der Produktname der Firma Armacell. Elastomerschaum gibt es natürlich auch von anderen Anbietern, aber in der DIY-Camperszene hat sich Armaflex irgendwie durchgesetzt. Außerdem ist es mittlerweile einfach via Amazon* zu beziehen. Auch ich habe mein Armaflex einfach dort bestellt.

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Was ist Alubutyl?

Alubutyl besteht anders als Armaflex aus zwei Schichten. Eine ist aus dem Dichtstoff Butylkautschuk, die andere aus Aluminium. Aus beiden Stoffen setzt sich auch der Name Alubutyl zusammen. Alubutyl dämmt aufgrund dieser Zusammensetzung wunderbar jede Art von Geräuschen und wird hauptsächlich im Fahrzeugbau eingesetzt. Es ist allerdings viel weniger flexibel als Armaflex. Die Verarbeitung ist daher ein wenig schwieriger. Auch Alubutylplatten kann man ebenfalls bei Amazon* beziehen.

Schalldämmung mit Alubutyl

Da ich mich für zwei Arten der Dämmung entschieden hatte, musste ich ja mit irgendetwas anfangen. Da Alubutyl direkt auf die Bleche der Karosserie aufgebracht werden sollte, damit die Geräuschdämpfung auch funktioniert, bin ich damit angefangen.

Ich habe zwei Rollen, also 4 qm (50x400 cm) Alubutyl* verklebt. Da ich mich für selbstklebendes Material entschieden hatte, musste ich keinen extra Kleber beziehen. Das Alubutyl habe ich hauptsächlich in den Fenstervertiefungen und Hohlräumen der Außenhaut meines Busses verklebt. Durch die Aluminiumschicht war das Material sehr unflexibel. Außerdem muss man wirklich aufpassen und Handschuhe tragen, damit man sich nicht an den scharfen Schnittkanten des Aluminiums schneidet. Als ich das Alubutyl verklebt habe, lagen die Außentemperaturen im einstelligen Bereich. Das hat dem Kleber nicht so gut gefallen und er war sehr unkooperativ. Deshalb mussten wir mit einem Heißluftföhn und einer Walzrolle nachhelfen. Das hat dann aber wunderbar geklappt.

Wärmedämmung bzw. Isolierung mit Armaflex

Nachdem die Schalldämmung mit Alubutyl abgeschlossen war, konnte ich mich endlich mit der spannenderen Aufgabe beschäftigen: Die Wärmedämmung mit Armaflex. Ich habe mich für zwei Stärken Armaflex entschieden: Den Fußboden und die größeren Flächen an den Wänden und der Decke habe ich mit 19 mm Armaflex* beklebt. Alle kleineren Flächen und hervorstehenden Hohlräume habe ich mit dünnerem Armaflex in der Stärke 6 mm * beklebt.

Ich habe die zwei unterschiedlichen Stärken benutzt, da das dickere Armaflex zwar eine bessere Wärmedämmung hat, aber es geht durch die Stärke auch einiges an Platz verloren. Alle Wände sollten ja später noch verkleidet werden, da wollte ich gerade auf den hervorstehenden Hohlräumen nicht noch mehr Millimeter 'verschenken'. Insgesamt habe ich in meinem VW-Bus ca. 9 qm Armaflex in der Stärke 19 mm und 7,5 qm Armaflex in der Stärke 6 mm verklebt. Mein Material habe ich komplett und unkompliziert über Amazon bezogen.

Auch beim Armaflex habe ich mich für die selbstklebende Variante entschieden. Die ließ sich wunderbar einfach zuschneiden und verkleben. Ich habe das mit der Isolierung sehr genau genommen und so war irgendwann von der weißen Karosserie nicht mehr viel zu sehen. Das war mein Ziel, denn Kältebrücken durch nicht beklebte Flächen wollte ich weitestgehend vermeiden. Nur an zwei Fensteraussparungen habe ich die Beklebung weggelassen, da ein Seitenfenster und ein Heckfenster damals schon in Planung waren.

Schaut mal in meinen Insta-Highlight-Stories vorbei - da gibt es ein kleines Video zur Verklebung der Isolierung. Ein großer Schritt war geschafft, jetzt stand als nächster Arbeitsschritt der Einbau einer vernünftigen Bodenplatte an. Wie wir das gelöst haben, zeige ich im nächsten Beitrag 🙂

Unterschrift Lea www.chaosmitstil.de

Disclaimer: Weil ich immer wieder gefragt werde: Nein, ich habe nicht alles allein ausgebaut, sondern große Hilfe von meinem Freund und meinem Papa bekommen. Letzterer ist übrigens auch KFZ-Meister und deshalb quasi vom Fach. Jedenfalls, wenn es um die KFZ-relevanten Fragen geht. Möbel gebaut oder einen Bus zum Camper umgebaut, haben aber weder Papa noch ich jemals gemacht. Wir gehen also oft nach dem Prinzip ‚Trial and Error‘ vor und sind absolut keine Fachleute 😉




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