Leben mit Stil

Entscheidungen

27. April 2016

Entscheidungen begleiten uns durch das ganz Leben. Eigentlich trifft man täglich Entscheidungen: Angefangen von der Frage was man anziehen soll, wie man seinen Kaffee zum Frühstück trinkt, schwarz oder mit Milch oder ob man das Fahrrad oder doch lieber den Bus zur Arbeit nimmt. Diese Entscheidungen treffen wir meist ganz nebenbei, ohne groß darüber nachzudenken. Schmeckt der Kaffe mit der sauren Milch dann nicht oder überrascht uns ein Regenschauer auf dem Rad zur Arbeit (natürlich haben wir uns gegen die praktische Regenjacke und für den hübschen, aber wasserdurchlässigen Mantel entschieden), ärgern wir uns, aber hej, am nächsten Tag ist das doch meist schon wieder vergessen, oder? Anders dagegen, wenn es um diese großen Entscheidungen im Leben geht, um die man gelegentlich einfach nicht drum herum kommt. Sie dagegen bescheren uns schlaflose Nächte, da mögliche Konsequenzen immer wieder gegeneinander abgewogen werden und sich die Frage aufdrängt: Und was, wenn ich die falsche Entscheidung treffe? Aber was ist schon die „falsche Entscheidung“?

Aber gibt es „die falsche Entscheidung“ überhaupt? Fakt ist doch, dass man lediglich mit verschiedenen Konsequenzen konfrontiert wird, je nachdem wie man sich entscheidet. Diese können entweder bequem oder fies und unbequem sein. Es gibt natürlih Situationen im Leben in denen man nicht einmal die Konsequenzen abschätzen kann, weil die Umstände, die das zu Entscheidende begleiten, so undurchsichtig sind. Dann ist es noch mehr ein Glücksspiel mit welchen Folgen man letztendlich zurechtkommen muss. Aber vielleicht ist genau dieses Risiko auch das, was die Spannung im Leben ausmacht. Vielleicht ist es manchmal ganz erfrischend sich nicht an pro-und-contra-Listen aufzuhalten und zu versuchen jede noch so kleine, mögliche Konsequenz abzuwägen. Vielleicht sollte man sich manchmal einfach nur entscheiden, so aus dem Bauch heraus und dann ist es gut so wie es ist. Es hilft ja nichts sich immer die Frage nach dem „Wie wäre es gewesen, wenn…“ zu stellen, sondern das ständige Zurückblicken hält nur auf und versperrt den Blick für alles Neue. Und wenn die Milch mal wieder Sauer ist, dann ist es entweder an der Zeit den Kaffee einfach mal schwarz zu trinken oder einfach mal etwas ganz Neues auszuprobieren und sich einen Tee zum Müsli zu machen. Man muss ja nicht gleich seinen Job kündigen und in ein fremdes Land ziehen. Auch die kleinen Entscheidungen bringen manchmal große Veränderungen mit sich.

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